Eine kleine Krankenhausgeschichte

Sie begegnete mir schon einmal. Auf dem Krankenhausflur. Direkt vor der Röntgenabteilung. Ich wartete auf meinen Patienten und lehnte lässig, leicht schläfrig an der Wand.

 

Mir gegenüber stand sie. Trat unruhig vom einen Fuß auf den anderen. Jedes Anlehnen wurde sofort wieder abgebrochen und durch weiteres unruhiges Hin- und Hertreten ersetzt.

 

Meine Ruhe wurde durch sie gestört. Mein ästhetisches Empfinden leider auch, aber ich lasse mich an dieser Stelle nicht über viel zu kleine Hüfthosen, rosa Plateau-Schuhe blondierte Haare, unter denen die schwarzen Haare hervor schauten, ein dicker Schlampenstempel und eine Gesichts-Barracke aus. Nein, das wäre nicht fair. Und auch gar nicht unterhaltsam.

 

Um mich nun von dieser unruhig stehenden Person zu befreien meinte ich freundlich: “Da hinten sind Sitzplätze, da kann man sehr bequem warten.”

 

Eine Stimme grollt durch den langen Flur, bricht sich an den Wänden und dringt mir hundertfach ins Ohr: “Wenn ick sitzen könnt, würd ick dat tun, wa?!”

 

Gut, meinetwegen. Dann eben nicht.

 

“Dat war grad vielleicht ne voll total oberpeinliche Situation.”

 

Ich hole meinen Stift raus. Betrachte ihn.

 

“Kommt da nich son geiler, junger Arzt rein?!”

 

Hallo?! Ich schaue meinen Stift an. Das bedeutet, ich will es nicht hören.

 

“Und ick halt ihm meinen nackten Arsch direkt ins Jesicht?!”

 

Ich beiße mir auf die Zunge. Nein, sag es jetzt nicht! Nein, lieber nicht. Lass es. Jetzt kein “Der hat schon schlimmeres gesehen.” Wer weiß schon, ob das wahr ist?!

 

Ich mache ein offensichtlich gespieltes mitleidiges Gesicht und die sich öffnende Tür ist mein Retter. Ich schnappe meinen Patienten und bringe ihn zurück zur Station.

 

 

 

Warum ich darauf jetzt komme?

 

Ich sah sie heute wieder. Wieder die gleiche Kleidung, ein knallgelber Pulli und sie meinte (OH! NEIN! SIE HAT MICH WIEDER ERKANNT!): “Jetzt geht es meinem Arsch schon viel besser.”

 

“Ich bezweifele ganz stark, dass das wirklich wahr ist…”, schlucke ich herunter, und gehe schnell weiter.

 

 

 

Im Übrigen ein Aufruf:

 

Wer ist wann wieder hier in der Hansestadt meines Vertrauens? Ein prä-studentisches Zusammentreffen steht zur Debatte. Vielleicht ein Besuch des Wicky-Wacky-Woo? Oder anderer Lokalitäten? Ich bitte alle Leser, sich hier zum Thema zu äußern!

 

 

 

Gut. Davon dann erstmal genug.

  

Derweil muss ich nun entschwinden und gebe noch schnell dieses zum besten:

 

So etwas wie eine Evolution gibt es nicht. Es gibt nur eine Liste von Tieren, denen Chuck Norris das Überleben erlaubt!

 

 

 

 

Satz des Tages:

 

Heimat ist kein Ort. Heimat ist ein Gefühl.

 

Albert F. Johnson

 

 

 

Song des Tages:

 

Northern Lite – What You Want

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