Es regnet. Es hat schon Wochen lang nicht mehr geregnet. Gefühlte fünf Wochen. Vielleicht auch das ganze Jahr schon nicht. Da bin ich mir nicht sicher.

Aber nun regnet es. Und wie. In kleinen Strippen fällt der Regen vom Himmel, lässt sich auf der Straße nieder und gluckst und platscht, wenn ein Auto durch ihn hindurch fährt. Und bestraft diejenigen, die versuchen, ihm zu entkommen. Er regnet nämlich nicht schnurgerade auf den Asphalt. Er kommt von der Seite. Von schräg oben und sucht sich so seinen Weg unter den Regenschirm. Manchmal spannt er noch den Wind ein und dann wird es erstmal so richtig nass und eklig. Aber genau das gefällt dem Regen ja. Das ist sein Metier. Nass und kalt zu sein.

Außer, es wäre Sommer. Wenn jetzt Sommer wäre, würde er unter die Schirme springen und die Menschen freudig erfrischen, würde die Hitze für einen Moment wegtragen und den Menschen ein Lächeln, ein erleichterndes Lächeln, auf das Gesicht zaubern.

Doch es ist nicht Sommer. Noch nicht. Und der Regen ist kalt. Und zahlreich. Vielleicht freut er sich ja auch auf den Sommer? Vielleicht mag er gar nicht kalt und eklig sein. Vielleicht ist er lieber warm und erfrischend.

Denn wer will nicht geliebt werden? Der Regen will es bestimmt.

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