Gib Acht

I

Ich bin das Relaxans der Gesellschaft.

II

Ich bin der Betablocker gegen das zu schnell schlagende Herz der Zivilisation.

III

Ich habe zwei Augen, zwei Ohren und einen Mund. Und doch sehe und höre ich das Glück des Lebens nicht. Ich kann nicht einmal darum betteln.

IV

Die Erregung, die mein Herz nicht mehr verlässt, bringt mich um.

V

Das Flattern der Flügel ist wie das Flattern der Kammern. Bemerkst du es, ist es schon zu spät, du Wurm.

VI

Der Tod ist der stinkende, vermodernde Abschied aus einem stinkenden, vermodernden Leben in einer stinkenden, vermodernden Welt.

VII

Der Mensch kommt aus dem Meer. Denn Tränen schmecken salzig. Sie sind die Trauer und die letzte Erinnerung an die verlorenen Wurzeln.

VIII

Jedes Photo hat eine Geschichte. Aber nicht jede Geschichte hat ein Photo.

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