Erinnerst du dich an unseren ersten Kuss?

Er fand im Dunkeln statt. Im Geheimen. Niemand konnte uns sehen, weil niemand uns sehen sollte.
Der erste war ein flüchtiger. Der zweite ein leidenschaftlicher.
Musik spielte um uns herum, umströmte uns. Und doch hörten wir sie nicht. Ich zumindest. Ich hörte dein Atmen, ich hörte deinen Herzschlag. Ich hörte deine Existenz. Wie sie sich meinen Lippen näherte.
Erinnerst du dich an unseren ersten Kuss?
Natürlich tust du es. Du hast mich vor kurzem darauf aufmerksam gemacht. Auf die Zeitspanne, die vergangen ist. Seit dem ersten Mal.
Mein Versprechen, dies sei das erste, aber es gebe kein letztes Mal.
Erinnerst du dich?
Natürlich tust du es. So etwas vergisst du nicht.
So etwas wird niedergeschrieben. In Tränen. Der Rührung. Der Freude. Salzige, nach Liebe schmeckende Tränen.
Erinnerst du dich an unseren ersten Kuss?
Und mein Versprechen, ich würde nie mehr aufhören, dich küssen zu wollen? Nie mehr aufhören dich zu küssen? Höchstens zum Atmen? Höchstens um einen Baum zu Pflanzen? Höchstens um ein Haus zu bauen? Aber gewiss nicht, um einen Sohn zu zeugen?
Erinnerst du dich an unseren ersten Kuss?
Erinnerst du dich an mein Versprechen? Für immer und ewig und drei Tage?
Natürlich erinnerst du dich.

 

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