Thomas,

sie haben ein Bild von dir veröffentlicht. Es ist nicht der Thomas, den ich kannte.

Deine Wangen sind eingefallen, deine Haut sieht blass aus.

Deine Augen sind stumpf. Und Kälte schlägt mir entgegen, wenn ich dich anschaue. Es ist eine Kälte, die vorher nicht aus deiner Nähe kam.

Thomas, sie suchen dich. Das weißt du sicher. Vielleicht willst du es ja so. Vielleicht willst du es auch nicht. Aber sie suchen dich.

Ich kenne dich. Wenn du nicht willst, dass sie dich finden, werden sie ewig nach dir suchen.

Mein Thomas, wie viel Zeit ist vergangen? Wie viel Leben, wie viel Erfahrung, wie viel Erleben welcher Art auch immer liegt zwischen dem Bild in der Zeitung und dem Bild in meinem Kopf?

Wie viel Thomas ist noch in dem Thomas, den nun auch die anderen Menschen kennen? Wenigstens aber sehen?

Thomas, wie lang willst du noch fliehen? Vor mir, vor ihnen, vor dir?

A.

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