Hommage an die Heimat

Ich liebe dieses Land.

Nicht das Bundesland, nicht den Staat. Dazu äußere ich mich an dieser Stelle nicht.
Aber das Land an sich, die Region, in der ich mich aufhalte.

Die kleinen Erhebungen, die wir hier Berge nennen, die für andere (südlicher lebende) Menschen nur kleine Sandaufschüttungen sind. Die Freiheit, die man spüren kann, wenn man den Horizont sehen kann und nur der eine oder andere Baum steht dort im Blickfeld herum. Nicht störend. Eher bereichernd. Die im Sommer gelben Felder, die im Winter dieses weiche, matschige, saftige Braun ins Trüblich streuen.

Überhaupt dieses Trübe. Diesig, wenn es das Wort in der Allgemeinsprache überhaupt gibt, trifft es zur Gänze. Diesiges Wetter. Nebel, Kälte, die die Ärmel hinauf klettert. Kälte, deretwegen man sich lobt, den Schal umgebunden zu haben. Wind, der einem die Haare verweht. Der einem nichts tut, weil er einen akzeptiert. Man gehört dazu. Das hört er an der Stimme. Dem sprachlichen Einschlag. Das riecht er an der Haut. Die Haut, die im Sommer nach Salz, im Winter nach Lebensfreude schmeckt.

Der See, der im Sommer die Abkühlung verspricht. Abkühlung, die manche von uns brauchen, sechsundzwanzig Grad sind bei weitem genug, und doch für andere viel zu kalt. Im Winter still liegend, Unheil versprechend. Die Seen.

Land, das ich Heimat nenne, dem ich mich verbunden fühle, das ich nicht photographieren brauche, um mich daran zu erinnern. Ich trage es in meinem Herzen mit mir.

Herbststraße

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