Das Märchen vom Glas

Es war einmal vor langer Zeit, da die Götter die Zeit und die Dinge erschufen. Sie erschufen die Luft, das Wasser, die Steine. Und dann erschufen sie das Glas. Das Glas war stolz. Stolz, so stark wie Stein zu sein. So klar wie die Luft und so zart wie gefrorenes Wasser. Die Götter mochten keinen Stolz und so verurteilten sie das Glas zu einem ewigen Dasein zwischen den Elementen. Es durfte niemals so frei wie die Luft sein. Nie so hart wie der Stein. Niemals so klar wie das Wasser. Das Glas war auf ewig gefangen, auf ewig verurteilt aufgrund seiner Arroganz.

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4 Gedanken zu “Das Märchen vom Glas

  1. Das stimmt. Und ich lese auch sehr gerne traurige, oder sagen wir besser, melancholische Texte. Aber nur manchmal, nicht immer. Am liebsten mag ich beim Lesen noch immer die emotionale Achterbahn. Viellleicht hast Du ja irgendwann noch eine andere Glasgeschichte für mich.

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