Moon

Gestern den Film „Moon“ mit Sam Rockwell gesehen.

Schon seit einiger Zeit, mindestens seit „Tricks“, bin ich ein großer Freund seines Schauspiels.

Gerade in diesem Film, der eher ein Kammerspiel ist, hat er die Möglichkeit, Wahnsinn, Verzweifelung, die gesamte Bandbreite an Emotionen, die ein guter Schauspieler beherrschen sollte, darzustellen. Fast schon zu zelebrieren.

Zur Story:

Die Energieprobleme der Erde sind gelöst, seitdem auf der Rückseite des Mondes ein Energieträger namens Helium3 abgebaut wird. Die Schürfung läuft vollautomatisch. Niemand muss sich kümmern. Niemand bis auf Sam Bell.

Er ist der Mann im Mond, der einzige, der die großen Erntemaschinen wartet und die gefüllten Energiecontainer zur Erde schickt. Sein Arbeitsvertrag neigt sich nach 3 Jahren ununterbrochenem Aufenthalt in der Mondstation langsam seinem Ende.

Begleitet durch die künstliche Intelligenz Gerty schlägt sich Sam durch seine einsamen Tage, die ab und an von kurzen Videobotschaften erhellt werden.

Doch mysteriöse Erscheinungen führen zu einem Unfall außerhalb der Mondbasis. Und Sam erwacht wieder auf der Station. Ohne Erinnerung.

Und nicht nur das, plötzlich gibt es Sam zweimal. Träumt Sam? Bildet er sich alles nur ein? Oder gibt es dafür eine Erklärung für die Geheimnisse, die auf der dunklen Seite des Mondes vor sich gehen?

Die kommende Handlung unglaublich spannend, intelligent und konsequent. Der Zuschauer vermutet Wendungen, wo es keine geben wird und wird überrascht an Stellen, die er nie vermutet hätte.

Dieser Film, der nur auf dem Mond und in den Traumsequenzen auf der Erde spielt, ist sehr zu empfehlen und überrascht, fesselt, begeistert, überzeugt.

Man kann die Einsamkeit und die Verzweiflung, den Wahnsinn und die Mutlosigkeit, die Sam verspürt, nachempfinden. Und man kann schmunzeln. Mit und über Sam. Auch über den Gedanken: Was hätte ich jetzt an seiner Stelle getan? Wie würde ich mir die Zeit vertreiben, wenn der ganze Mond nur für mich da wäre?

Der Film begeistert trotz, oder gerade wegen einer winzig kleinen Besetzung. Sam Rockwell, Kevin Spacey als die Stimme von Gerty. Und sechs Nebendarsteller, vier davon nur ab und an auf dem Bildschirm sichtbar.

Der Film begeistert auch trotz, oder gerade wegen eines minimalistischen Soundtracks. Es kommen eine Reihe von Liedern in diesem Film vor, doch nur eines bleibt im Kopf. Die Variation des Themas klingt bedrohlich, klingt verheißungsvoll. Klingt nach Geheimnis und nach Spannung.

Hört rein:

http://www.youtube.com/watch?v=BtCpttsZiys

Und schaut euch unbedingt den Film an.

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